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Geschichte

Vier Jahrzehnte Tischtennis im Verein in Wasungen (1963 - 2003)

Tischtennis wird in Wasungen schon mehr als vier Jahrzehnte gespielt. Ende der 40-er Jahre bis Mitte der 50-er Jahre trainierten 15 bis 20 Tischtennisspieler und -spielerinnen im Saal der damaligen Gaststätte „Schwan“. Hermann Hofmann leitete die Sektion. Eine Männermannschaft spielte in der Bezirksliga. Einige Namen damals Aktiver sind: Hermann und Leander Hofmann, Günter und Kurt Kreuzberger, Peter Ackermann, Hilmar Römhild, Ernst Wölfing, Werner Sauer, Karl Gottbehüt, Emil Türk, Wolf-Dietrich Fette, Horst und Werner Möhling, Gutrun Lehmann und andere. Konkrete Spielunterlagen gibt es nicht mehr. Mitte der 50-er Jahre löste sich die Sektion wieder auf.

Ende der 50-er Jahre bis Anfang der 60-er Jahre gab es eine Interessengemeinschaft Tischtennis, die im damaligen Jugendzimmer des Amtshofes in sehr beengten Verhältnissen an zwei Tischen trainierte. Erste Freundschaftsspiele wurden vereinbart, die dann schließlich dazu führten, dass 1963 in der Gaststätte „Hirsch“ eine Gründungsveranstaltung stattfand. Initiatoren waren damals die Sportfreunde Dieter Mohr, Ernst Heidenreich, Dieter Steffek, Dieter Seele, Klaus Link, Rolf Genßler, Rudi Niemer, Heinz Dreißigacker, Klaus Griksch und Klaus Richter. Sportfreund Voigt schrieb in einem seiner Rechenschaftsberichte, dass die damalige BSG-Leitung dieser Gründung sehr skeptisch und pessimistisch gegenüberstand.

Die 1. Mannschaft nahm in der Saison 1964/65 zum ersten Mal an Punktspielen des Altkreises Schmalkalden teil. Dazu heißt es: „Wir waren zu diesem Schritt gezwungen, da der KFA Meiningen sein ganzes Interesse ausschließlich auf die TTSG Meiningen konzentrierte“. Unterstützung erhielten die Wasunger durch den langjährigen BFA-Vorsitzenden Heinz Rimpl, der der Wasunger Gründungsversammlung beiwohnte und den Punktspielstart im Altkreis Schmalkalden ermöglichte.

Im ersten Jahr übernahm Sportfreund Dieter Mohr die Sektionsgeschäfte, bevor sie von 1965 bis 1976 von Lothar Voigt wahrgenommen wurden. Die ersten Punktspiele wurden in der Sportbaracke des Fußball - Stadions ausgetragen. Man spielte auf Betonfußboden, bei geringer Raumhöhe und bei Temperaturen, die den Außentemperaturen sehr nahe kamen. Der Vorteil war allerdings, dass dieser Raum dem Tischtennissport vorbehalten blieb. So trainierten insbesondere Mitte und Ende der 60-er Jahre viele Nachwuchssportler mit einem relativ großen Trainingsumfang. Seit dieser Zeit war der Wasunger Nachwuchs den Meiningern viele Jahre gleichwertig. Ausnahmslos gingen die Nachwuchstitel an beide Städte.

Im ersten Wettkampfjahr wurde auf Anhieb hinter Mittelstille der 2. Tabellenplatz erreicht. Die Leistungsentwicklung in den Jahren danach stagnierte. Auf Initiative der Wasunger wurde 1968/69 der Spielbetrieb in der Kreisklasse des Altkreises Meiningen aufgenommen. Der erste Mannschaftskreismeister hieß Wasungen II mit Heymann, Steffek, Mohr, Richter und Heidenreich vor Wasungen I mit Voigt, Link, Dreißigacker und Peters. Ab der Saison 1969/70 spielte Wasungen nach knapp 20 Jahren wieder Tischtennis auf Bezirksebene. Der bis 1969 mit Abstand erfolgreichste Wasunger Tischtennisspieler war Lothar Voigt. In der ersten Saison auf bezirksebene gewann Günter Heymann, damals noch Nachwuchsspieler, bereits ein Spiel mehr als der kampfbetont und nervenstark spielende Sektionsleiter. Dies war dann auch bitter nötig, um in den ersten Jahren die Spielklasse zu halten.

1972 zogen die Tischtennisspieler in die damals neue Schulturnhalle um und bekamen hier deutlich zu spüren, dass sie nur Gäste waren. Erster Höhepunkt wurde das Spieljahr 1972/73, in dem ohne Niederlage mit einem Gesamtspielverhältnis von 27:1 Punkten die Bezirksklasse gewonnen wurde. So spielte man 1973/74 zum ersten Mal in der 2. Bezirksliga, die damals nur eingleisig war und den gesamten Südthüringer Raum umfasste. Nur Heymann, der in der oberen Hälfte als einziger positiv blieb, und Voigt, ebenfalls mit einem guten Resultat in der oberen Hälfte, wurden den höheren Anforderungen gerecht.

1974/75 kam es zum ersten Tiefpunkt im Wasunger Tischtennissport. Anfang bis Mitte der 70-er Jahre verließen einige Sportfreunde das Kollektiv und einige legten eine Pause ein. Man zog die erste Mannschaft aus der Bezirksklasse zurück, und weitere zwei Jahre später trat Lothar Voigt, nach vielen Jahren emsiger Arbeit für den Wasunger Tischtennissport von seiner Funktion als Sektionsleiter zurück.

Schwere Jahre standen den Wasungern bevor. Unter Leitung von Roland Christen, der 1977 die Sektionsgeschäfte übernahm, schafften fünf Wasunger den Wiederaufstieg zur Bezirksklasse, die Anfang der 80-er Jahre mit 4er- Mannschaften gespielt wurde und nur mit Mühe gehalten werden konnte. In der Saison 1982/83 kehrte Sportfreund Heymann nach acht Jahren Unterbrechung wieder nach Wasungen zurück, und der zweite Tabellenplatz wurde am Spieljahresende (wieder mit 6-er Mannschaften) erreicht. In dieser Zeit gehörte die Werrastadt zu den erfolgreichsten Nachwuchszentren im gesamten Südthüringer Raum. Zahlreiche Kreis- und Bezirksmeistertitel wurden erkämpft.

Erster Nachwuchsbezirksmeister wurde Christian Günkel (1985). 1986 holte der bis heute erfolgreichste Wasunger Nachwuchsspieler Alexander Kästner ein paar Tage nach seinem 11. Geburtstag seinen ersten Bezirksmeistertitel und lies diesen noch weitere Titel folgen. Im Jugendbereich gehörten Peter Schweigart, Uwe Damm und Ingo Scharfenberg zur Bezirksspitze.

1991/92 spielten die Wasunger zum ersten Mal in Südthüringens höchster Spielklasse. Auch in den Jahren 1993 bis 1995 gehörten die Wasunger der 1. Bezirksliga an. Danach spielte man in der leistungsstarken 2. Bezirksliga. Nach 40 Jahren Tischtennis in Wasungen gelang nun im Jubiläumsjahr wieder der Aufstieg zur 1. Bezirksliga. Dies gelang obwohl der Tischtennissport im Südthüringer Raum einen rasanten Aufstieg genommen hat. So gibt es auf Kreisebene 4 Spielklassen in mehreren Staffeln und im Bezirk 3 Spielklassen, die mit Ausnahme der 1. Bezirksliga ebenfalls in mehrere Staffeln untergliedert sind.

Auch die Wasunger Zweite mischte zwischen 1990 und 2000 ein ganzes Jahrzehnt in der 3. Bezirksliga mit. Obwohl auch 2000 die Spielklasse gehalten wurde zog man sich freiwillig zurück. Nach zweimaligen Aufstieg spielte man in der abgelaufenen Saison wieder 3. Bezirksliga. Aber sowohl Zeitmangel als auch der nicht vorhandene unbedingte Wille einiger Akteure die Spielklasse zu halten führten wieder zum Abstieg. Dabei verzichtete man auch diesmal darauf über Relegationsspiele die Spielklasse noch zu halten. Aus der Vereinschronik lassen sich noch einige Höhepunkte herauslesen.

So das Osterturnier, welches Anfang der 70-er Jahre in der Qualität der Südthüringer Bezirksmeisterschaft gleichkam. Am 4. Juni 1983 bestritten die Wasunger das erste internationale Freundschaftsspiel gegen Lok Vrsovice Prag. 1986 konnte man in Prag die besten kontinentalen Tischtennisspieler bei den Europameisterschaften erleben. Langjährige freundschaftliche Beziehungen haben die Wasunger auch zur BSG Chemie Böhlen (Sachsen) und zum ESV Lok Dessau (Sachsenanhalt). 1988, 1990, 1991 und 1992 holte Heymann vier Mal den Einzelkreismeistertitel des Altkreises Meiningen. 1993 gelang dies Thomas Görbing.

Peter Latka, Tien Nguyen-Huy und Kristin Köhler waren neben zahlreichen weiteren Kindern Mitte der 90-er Jahre die eifrigsten Nachwuchsspieler. In der Zwischenzeit ist Peter Latka als Mannschaftsleiter der 1. Mannschaft auch deren Nummer 1. Zwischen 1987 und 2000 wurde die Abteilung von Hans Hoffmann geleitet. Seit 2001 leitet Günter Heymann die Geschicke der Abteilung und hilft seit vielen Jahren interessierten Nachwuchs im Tischtennissport Fuß zu fassen.

Anlässlich des Jubiläums haben sich die Wasunger am 14. Juni den TTC Laatzen (Niedersachsen) und den ESV Lok Dessau (Sachsenanhalt) zu Freundschaftsspielen (Beginn 14.00 Uhr) eingeladen. Eine Woche später nimmt voraussichtlich die BSG Chemie Böhlen (Sachsen) an der 9. Offenen Stadtmeisterschaft teil.

Weiterführung der Chronik durch Roland Christen ab Juni 2004

Im Spieljahr 2003/04 nach dem Abstieg der 1. Mannschaft aus der 1. Bezirksliga haben 5 Sportfreunde der 1.- und 1 Sportfreund der 2. Mannschaft den Verein verlassen. Da auch der Abteilungsleiter G. Heymann den Verein verlassen hat, musste die Abteilungsleitung neu gewählt werden. Die neue Abteilungsleitung wird seit Juni 2004 von R. Christen Vorsitzender, H. Breitung Stellvertreter und U. Hoffmann Kassenwart gebildet. Nach dem Weggang der 6 Sportfreunde mussten wir im Spieljahr 2004/05 die 3. Mannschaft vom Spielbetrieb abmelden.

Wir begannen wieder an einem Tiefpunkt der Abteilung TT, aber mit großen Optimismus für die Saison mit der 1. Mannschaft in der 3. Bezirksliga und der 2. Mannschaft in der 2. Kreisklasse. Die Wasunger 1. hat die Klasse bis heute gehalten und spielt seit der Saison 2004/05 bis Heute ununterbrochen in der 3. Bezirksliga. Die Abteilung TT hat sich von Jahr zu Jahr weiterentwickelt. In der Spielzeit 2005/06 konnte schon wieder eine 3. Mannschaft gebildet werden. Ab der Saison 2008/09 spielen wir mit 4 Mannschaften im Punktspielbetrieb und eine Damenmannschaft bestehend aus Kristin Köhler und Claudia Lorenz (Sülzfeld) die für Wasungen im Bezirkspokal der Damen mitspielten und einen guten 2. Platz belegten konnte gebildet werden. Leider konnten die Damen nur eine Saison spielen, wegen einer Babypause von Kristin Köhler.

Bedingt durch personelle Probleme mussten wir im Spieljahr 2010/11 die 4. Mannschaft zurückziehen, aber Dank der Initiative von I.Scharfenberg konnten wir seit vielen Jahren wieder eine Kindermannschaft im Spielbetrieb auf Kreisebene melden. Wir haben im Juni 2007 ein Turnhallenabrissturnier mit befreundeten Mannschaften durchgeführt. Im Mai 2008 haben wir ein VG – Turnier besonders für Volkssportler der Region ins Leben gerufen, welches von Jahr zu Jahr immer besser besucht wird. Es wurde 2009 und 2010 durchgeführt.