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12.02.2011
BERICHT: Volleyball / 1.Herren

Schwallungen: Maximale Erfolge trotz Mini-Kader

Mit einem Aufgebot von gerade einmal 6 Spielern bestritt am vergangenen Wochenende die 1. Volleyball-Herrenmannschaft des SV Grün Weiß Wasungen unerwartet erfolgreich sein 2. Heimspiel der Oberliga-Saison gegen den 1. VSV Jena 90 II und die Volley Juniors Thüringen!
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Aufgrund einer Überschneidung mehrerer Punktspielpartien in der angestammten Turnhalle der Regelschule Wasungen sahen sich an diesem Wochenende die Volleyballer der 1. und 2. Herren des SV Grün Weiß Wasungen gezwungen, in die benachbarte Turnhalle des Gymnasiums Schwallungen auszuweichen. Dies schien zumindest die Herren der 1. Mannschaft wenig zu beeindrucken, denn sie gewannen beide Partien ungefährdet mit 3:0 und können damit 4 Punkte mehr auf ihrer Habenseite verbuchen.

SV Grün Weiß Wasungen I : 1. VSV Jena 90 II:
Zum Anpfiff der Partie am vergangenen Samstag um 13 Uhr fanden sich in die Schwallunger Dreifelderhalle lediglich 6 Wasunger Netzakrobaten ein - gerade eben genug, um als vollständige und damit spielberechtigte Mannschaft gegen den 1. VSV Jena 90 II antreten zu dürfen. Auch Jena zeigte sich an diesem Wochenende in Besetzungsnöten und reiste mit nur 7 Spielern an. Nach dem Einspielen begannen beide Mannschaften den ersten Satz jedoch sehr konzentriert und bis zu einem Spielstand von 9:7 für Wasungen konnte sich keiner der Kontrahenten nennenswert absetzen. Die Karnevalsstädter schienen aber aus den vergangenen Begegnungen mit Jena gelernt zu haben. Diese verloren sie mal um Haaresbreite im Tiebreak oder haushoch ohne den Hauch einer Chance. An diesem Samstag jedoch blieben sie hartnäckig und konnten sich dank starker Aufschläge von Heymel und Röthig bis zum 16:11 absetzen. Jenas Annahmespieler zeigten hier Nerven und erschwerten es Zuspiel und Angriff, Druck auf Wasungen auszuüben. Auch Bälle, die die Netzkante überquerten, konnten durch gute Blockarbeit von Hertam und Holland-Moritz entschärft oder direkt wieder im gegnerischen Feld untergebracht werden. Der erarbeitete Vorsprung wurde so ausgebaut und bis zum Ende des ersten Satzes nicht mehr hergegeben. Schließlich wurden beim 1:0 und 25:14 für die Grün-Weißen die Seiten gewechselt.

Von diesem Punktestand unbeeindruckt starteten die Jenaer besser in den folgenden zweiten Satz und schienen die lange Anreise aus den Gliedern geschüttelt zu haben. Beim Stand von 2:5 gegen Wasungen war bereits die erste Auszeit nötig. Es galt, die anfängliche Konzentration in Annahme und Aufschlag wiederzufinden, denn mit unnötigen Eigenfehlern hatten die Wasunger Jena zu leicht ins Spiel gebracht. Besonders Nr. 14 Sebastian Börner im Außenangriff bekamen die Wasunger in dieser Spielphase nicht zu fassen und so schlugen seine Angriffe unberührt ein ums andere Mal im Wasunger Spielfeld ein. War die kurze Auszeit gedacht, um sich zu sammeln und neu zu motivieren, so setzten die 6 Spieler um Kapitän und Spielführer Rainer Purle diese Vorgabe mustergültig um: Die Wasunger Annahme fand wieder präziser den Weg zu Zuspieler Purle, der nun seine Mittelangreifer Heymel und Holland-Moritz gekonnt mit Aufsteigern vorn und über Kopf in Szene setzte. So kämpften sich die Grün-Weißen bis zu einem Spielstand von 10:11 heran und schließlich vorbei auf 12:11. Agierten die Wasunger in der Vergangenheit nach solchen Aufholjagden oft zu hitzköpfig, bewahrten jetzt vor allem Martin Promehl und Marcel Röthig die Nerven und gewannen Punkt um Punkt. Der Ball wurde nicht mit aller Gewalt im gegnerischen Spielfeld versenkt, sondern platziert gelegt oder der gegnerische Block angeschlagen. Obligatorisch natürlich auch 2 Zuspielerleger von Purle auf die lange Fünf, die Erfolg und Spielfreude brachten. Die Wasunger spielten wieder lockerer auf und zwangen nun die Jenaer Seite beim Spielstand von 20:16 zur ersten Auszeit. Selbst die kurz darauf folgende zweite Auszeit beim Stand von 23:18 konnte Jena nicht mehr vor dem Satzverlust Nummer zwei retten, Wasungen gewann mit 25:19.

Mit einer Führung von 2:0 nach Sätzen starteten die Karnevalsstädter nun in den entscheidenden dritten Satz. Fachkundige wissen jedoch, dass dieser aus Wasunger Sicht kompfortable Vorsprung noch lange keinen Sieg zu bedeuten hat (wie bereits in der Vergangenheit bewiesen wurde). Beide Mannschaften kämpften nun auf Augenhöhe. Heymel und Hertam setzten auf Wasunger Seite Akzente im Block, bei den Universitätsstädtern konnten besonders Börner (Nr. 4) und Lenser (Nr. 14) durch clevere und variable Angriffe punkten. Das Spiel wurde schneller und leider auf heimischem Spielfeld hektischer. Abstimmungsfehler in Annahme und Abwehr führten zu einer vorzeitigen Jenaer Führung und einer ersten Auszeit für Wasungen beim Spielstand von 5:8. Disziplinierter kehrten die Herren danach auf das Spielfeld zurück und konnten sich herankämpfen auf 8:10 Punkte. Zu diesem Zeitpunkt schienen sich die Jenaer ihrer Aufschlagstärke zu erinnern und zogen dank Krüger (Nr. 8) und Richter (Nr. 7) auf 10:15 Punkte davon. Trainerin Holland-Moritz musste die zweite Auszeit nehmen, Block und Annahmeriegel wurden neu geordnet. Spielfreude sollte die Devise für die kommenden Punkte lauten, hatte man sich doch gegen die Volleyballer vom VSV im Vorfeld keine allzu großen Chancen ausgerechnet. Zurück auf ihren 81 Quadratmetern schien bei allen Spielern die vorherrschende Nervosität abgelegt, Punkt für Punkt schmolz der Jenaer Vorsprung dahin. Dennoch: es wurde eng... Beim Stand von 18:22 startete Wasungen einen Zwischenspurt, angeführt von Kapitän Purle am Aufschlag. Vorn stellte man den gegnerischen Angreifern mit Hertam, Röthig und Holland-Moritz konsequent einen Doppel- oder sogar Dreierblock entgegen. Mit Erfolg - erst beim Spielstand von 21:22 wechselte wieder das Aufschlagrecht. Zuvor konnte man dem Kontrahenten jedoch noch eine Auszeit abringen und gehörig Selbstvertrauen zurückgewinnen. Die folgenden Ballwechsel waren nun heiß umkämpft, beim 23:23 musste Jena erneut eine Auszeit beim Unparteiischen beantragen. In der nun hochspannenden Partie wechselten sich beide Seiten ab, Satzbälle zu erkämpfen und ungenutzt wieder an den Gegner abzutreten. Beim Stand von 25:25 und Hertam am Aufschlag griffen nun Heymel und Promehl energisch beim Block zu und als beim 26:25 für Wasungen der Jenaer Angriff im Netz landete, war das Spiel vorbei. Große Freude und die Erfüllung der Kür vor der Pflicht ließen alle Beteiligten bereits zu diesem Zeitpunkt von einen erfolgreichen Spieltag sprechen.


SV Grün Weiß Wasungen I : Volley Juniors Thüringen:
Das Spiel gegen die Jugend des Landesstützpunkts Thüringen sollte an diesem Samstag den nötigen Pflichtsieg zu einer ausgeglichenen Spieltagbilanz beisteuern (konnte man den Ausgang des vorherigen Spiels ja nicht erahnen). Gegen den Nachwuchs aus Erfurt wollte man sich keine Blöße geben, denn die Mannschaft mit Spielern zwischen 13 und 15 Jahren konnte bisher selbst noch keine Oberliga-Partie für sich entscheiden. Und so hatten die Karnevalsstädter im Spielverlauf auch mehr mit ihrer Konzentration als mit dem Gegner zu kämpfen. Trotzdem wurde die Möglichkeit genutzt, Spielkombinationen zu erproben und zu festigen, platzierte Aufschläge und taktische Vorgaben umzusetzen. Wasungen hielt in allen drei Sätzen das Ruder fest in der Hand und gewann mit 25:17, 25:13 und 25:15 ungefährdet in nur 55 Minuten.

Nun heißt es am kommenden Samstag, zwei schwere Spiele gegen den VfL Weimar 90 I und Post SV Erfurt II in Weimar zu bestreiten. In der Hinrunde konnte Wasungen erstere Partie knapp für sich entscheiden, bei den Postlern möchte man sich für die 1:3 Niederlage in Erfurt revanchieren.

Für Wasungen spielten: Promehl, Holland-Moritz, Heymel, Hertam, Röthig, Purle